Kleinkindaggressionen

1 Jun

Seit ein paar Tagen ist Emily etwas aggressiv und haut mich sogar. Gestern haute sie mir auf den Mund, als ich ihr etwas verbieten wollte, dann nahm ich ihr ein Buch weg, welches sie gerade zerrissen hatte und sie haute mir aufs Bein und dann wollte ich was machen und sie hielt meine Hand fest und bog meine Finger nach hinten und hört auch nicht auf, als ich ihr sagte, dass mir das weh tut. Alle drei Mal habe ich sie gewarnt, dass sie das lassen soll und das hauen doof ist und nicht geduldet wird.

Ich habe jetzt im Internet nachgelesen, wie man sich mit aggressiven Kleinkindern auseinander setzen soll. Die einen meinen zurück hauen, die anderen meinen einen Klapps auf den Po, die anderen meinen diskutieren oder zurechtweisen. OK, das Diskutieren und zurechtweisen hat nicht funktioniert, sie lacht dann sogar noch und hauen finde ich jetzt auch nicht so toll.

Auf der anderen Seite habe ich von meiner Mutter auch schon mal eine bekommen, wenn ich frech war oder Mist gemacht habe. Und ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass ich einen höllen Respekt vor meiner Mutter hatte, was absolut nichts mit Angst zu tun hatte. Ich wusste halt was mich erwartet, wenn ich dies und das machte und dann überlegte man sich schon, ob man einen Klapps auf den Hintern riskiert. Ich kann auch irgendwie nie auf die Idee meine Mutter zu hauen. Das wäre mir nie im Traum eingefallen.

Also mich würde es interessieren, wie Ihr mit den Aggressionen umgeht. Wenn sie etwas kaputt machen, wenn sie auf andere Kinder/Geschwister losgehen und wenn sie Mama/Papa hauen.

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32 Antworten to “Kleinkindaggressionen”

  1. Laudi2 1. Juni 2012 um 09:43 #

    Bei den Jungs hat es geholfen sie kurz aber heftig (nicht laut aber sehr, sehr eindringlich) zu bitten dies sein zu lassen. Man sagt mir schon sehr oft das ich wohl sehr böse schauen kann. Hat geholfen. 🙂

  2. engelchenfiona 1. Juni 2012 um 10:06 #

    ich finde wenn sie dich haut dann solltest du ihr durchaus auch mal einen klaps auf die finger geben, du kannst die stärke ja abschätzen, es geht nicht darum ihr weh zu tun, aber ihr ein klares zeichen zu geben das du das nicht duldest
    diese macken werde nun immer mehr auftreten, zumal sie ja mit anderen kindern zusammen ist
    du kannst ihr auch das spielzeug wegnehmen (in den keller packen)
    in die ecke setzen
    bett funzt ja nich da kommt sie raus
    irgendwie muss sie merken das das gar nicht geht, sie ist schon recht verständig, also sag ihr was passiert wenn sie nicht aufhört, dann verschwindet halt „frau holle“ und kommt erst wieder wenn sie brav ist
    wobei „brav“ ja auch so ne sache ist, kinder sollen ihre grenzen austesten, allerdings beißen, hauen, treten etc. sind absolut tabu und da vertrete ich die meinung das als letzte
    massnahme ein klaps auf windel oder finger ok ist, sie soll merken das es kein spaß ist und merken das es nicht schön ist, wobei da eher der schreck das da was passiert den erfolg bringt, also keine dauerbehandlung, aber dafür kenn ich dich zu gut 😉

  3. sternchenjg 1. Juni 2012 um 11:03 #

    Ich sehe das ganz anders als Fio, tut mir leid. Auch wenn ich mich vielleicht jetzt unbeliebt mache oder in ein Wespennest steche, aber das mag ich so nicht stehen lassen.

    Diese „mir hat es ja auch nicht geschadet“-Einstellung ist doch noch lange kein Grund es ebenso zu machen, sondern einfach eine Ausrede dafür, dass man sich nicht anders zu helfen weiß.

    Gewalt gegen Kinder ist per Gesetz verboten und das nicht ohne Grund. Es gibt Situationen im Leben mit Kindern, da kann sich die gegenseitige Aggression nur noch hochschaukeln. Je mehr Du klapst, desto mehr wird sie sich wehren oder das Verhalten übernehmen.

    Wie willst Du IHR begreiflich machen, dass Hauen nicht in Ordnung ist, wenn DU Dich selbst nicht dran hältst. Du musst ihr schon beibringen, dass es nicht geht, aber nicht indem Du das tust, was Du ihr abgewöhnen willst.

    Erstens ist sie jetzt genau in dem Alter wo sie testet, wie weit sie gehen kann und welche Reaktion sie damit erreicht. Eine Phase von vielen. Zweitens darfst Du nicht vergessen, dass sie im Moment trotz ihrer Liebe zu Laura eine schwere Zeit durch macht. Ich finde diesen Vergleich, den ich jetzt schon mehrfach zum Thema Geschwistereifersucht gelesen habe, sehr bemerkenswert: „Stelle Dir vor, Du kommst abends nach Hause und dort sitzt Dein Mann, mit einer anderen Frau im Arm und sagt Dir: Hallo Schatz, das ist meine Neue und die gehört ab sofort zur Familie.“ Nun fühl mal in Dich hinein wie es Dir damit ginge. Dass sie im Moment dadurch Aggressionen entwickelt ist vollkommen normal.

    Ich würde ihr einfach eindringlich erklären, dass Hauen nicht geht. Punkt. Und nicht so sehr viel Aufmerksamkeit auf die schlechten Dinge packen, sondern mehr das positive sehen und ihr mal sagen, dass Du es toll findest, wie sie als große Schwester mit der Kleinen umgeht und so weiter. Außerdem wird sie Exklusiv-Zeit mit Dir vermissen. So wie ich es den Erzählungen entnommen habe macht ihr viel alle zusammen, aber hat sie Dich mal wirklich nur für sich?

    Ich hoffe jetzt einfach Du findest einen gewaltfreien Weg mit ihrem Hauen umzugehen (ein Klaps ist ein Klaps ist ein Klaps und damit eine Demütigung, auch wenn er noch so „leicht“ ausgeführt wird – btw. ist Emily schon alt genug zu wissen, dass das Hauen Dir weh tut, ihr das zu zeigen durch Zurückklapsen halte ich für wertlos) und ihr übersteht diese Phase alle unbeschadet.

    (Die Lektüre von Jesper Juul kann ich übrigens nur empfehlen, auch wenn es mir selbst manchmal schwer fällt im Alltag seine Ratschläge umzusetzen, er hat mir in vielerlei Hinsicht schon geholfen…)

    • engelchenfiona 1. Juni 2012 um 12:52 #

      ich möchte kurz festhalten, das frau ährenwort und ich mehrfach miteinander sprechen, das thema ist nicht neu und hier nur als kurzfassung geschrieben
      ich habe zwei große und wie mir mehrfach bestätigt wurde sehr gut gelungene söhne
      selber wurde ich massiv misshandelt und würde das nie nie niemals einem kind antun, auch meine kinder sind so erzogen das gewalt niemals eine lösung ist und man gewalt aus dem weg geht
      wie ich das meine hab ich frau ährenwort erklärt
      jedes kind ist anders und es gibt durchaus situationen wo ich sicher nicht den kopf schütteln würde für einen klaps

      auserdem geht es hier um das suchen verschiedener lösungen, welchen weg sie findet ist ihre sache

    • Frau Ährenwort 1. Juni 2012 um 20:31 #

      Ich möchte auch keine hauende Mutter sein, auch wenn ich als Kind auch schon mal eine gewatscht bekommen habe und ich es heute nicht schlimm finde, was meine Mutter getan hat, aber ich würde gerne ohne Gewalt erziehen, aber Du siehst das gerade richtig. Ich weiß mir nicht zu helfen in der Situation, darum suche ich nach Wegen wie ich diese Situationen besser meistere. Ignorieren mag ich es aber auch nicht. Diese antiautoritäre Erziehung ist auch nichts. Das sieht man ja an der heutigen Jugend was das anbelangt. Ich will ihr Respekt beibringen und zwar jedem gegenüber und nicht hauen.

      Was die Exklusiv Zeit mit Emi angeht, so denke ich mal, dass ich da schon sehr viel mache. Wir kuscheln viel am Tag wenn Laura schläft oder zufrieden im Stubenwagen liegt und ihre Bärchen anstarrt. Dann wenn Laura abends schon schläft, wird mit ihr gekuschelt, geherzt und ich singe ihr jeden Abend Lieder vor und halte ihre Hand. Sie bekommt im Moment auch leider viele Dinge, die ich sonst nicht erlauben würde. Schokolade, Kekse und wenn Laura was bekommt, dann sie auch. Eifersüchtig wird sie trotzdem immer sein, bis sie alt genug ist das alles zu verstehen.

      Ich habe ihr heute Mittag erklärt, dass sie halt für sehr schlechtes Benehmen oder wenn sie etwas absichtlich kaputt macht bestraft wird. Ich habe ihr dann auch gesagt, dass sie dann keine Geschichten mehr an dem Abend vorgelesen bekommt oder dass sie ihre Milch in ihrem Bett trinken muss und nicht im Elternbett.

      Ich hatte sogar den Eindruck, dass ihr das „imponiert“ hat, den sie war heute extrem lieb und wenn sie Wut auf mich hatte, dann hat sie sich selber gekniffen. Fand ich schon erstaunlich. Allerdings sollte ich sie dann trösten, was ich aber abgelehnt habe, weil sie sich ja absichtlich selber weg getan hat. Wir werden sehen, wie das mit den klaren Ansagen läuft. Ich hoffe, dass das erstmal für diese Phase die Lösung ist.

  4. Barbara 1. Juni 2012 um 11:34 #

    Bei uns werden die Jungs auf die Treppe geschickt – zum Auswüten bzw. der Große wetzt dann gleich weiter in sein Zimmer und tobt und wütet dann dort ( natürlich mit Türenschlagen usw. ) Dort kann er seine Wut dann auch rauslassen und Kruscht um sich werfen so lange nichts dabei kaputt geht.
    Werden Spielsachen mit Absicht zerlegt kommen sie mit großem Tamtam in die Mülltonne – andere Dinge kommen für eine Weile weg z.B. das Bobbycar raus auf die Terrasse
    Beim Schlagen halte ich die Hände fest und bringe den Knaben eben auf die Treppe und gucke, dass ich außerhalb der Reichweite bleibe – bzw. der Bruder auch.

    • unnaaf 2. Juni 2012 um 09:12 #

      Diese Reaktion finde ich so etwas von Kacke. Das finde ich wesentlich schlimmer als mal einen etwas kräftigeren Klaps zu geben, denn man sagt ihnen in ihren Augen damit, dass man sich im Extremfall von Ihnen trennen würde.
      Für Kinder sind die Eltern der einzige Garant von Sicherheit, dem sie einhundertprozent vertrauen. Wenn man ihnen das nimmt, zerstört man wesentlich mehr, als mit einem kräftigen Klaps.
      Außerdem: wenn die Kinder beim Klaps schon wieder merken, dass man sich sowieso nicht traut, richtig zuzuhauen, braucht man auch gar nicht damit anfangen. Beim dritten Mal lachen sie dann auch darüber noch.
      Der Grundsatz lautet für mich: die Kinder müssen merken, dass man wütend ist. Darin liegt auch das Problem vieler, denn richtig wütend sein, ist für so manchen tabu. Vielleicht auch, weil deren Eltern nicht damit umgehen konnten und sie auf die Treppe geschickt haben.

      • Frau Ährenwort 2. Juni 2012 um 11:01 #

        Ich darf mich nicht von Emily abwenden, denn sie hat eh schon immer panische Angst, dass ich weg bin. Das Trauma mit der verbrannten Hecke wo ich ins Krankenhaus musste, nagt immer noch an ihr,

  5. evizentrum 1. Juni 2012 um 13:27 #

    Ich möchte mein Kind nicht hauen oder Klaps geben. ich kenn auch solche Situationen, hier ist es meistens das Beißen was Feli benutzt um meine Aufmerksamkeit zu kriegen. Ich unterscheide zwischen „sie meint es aus Spaß und will mich zum spielen auffordern“ dann sag ich ihr dass mir das weh tut und ich das nicht will und zur „Strafe“ kitzel ich sie durch, dann sind wir aus der Situation raus. Wenn sie das aber wiederholt macht und mich damit ärgert oder sogar lacht wenn ich Aua sage, dann gehe ich weg und dreh ihr demonstrativ den Rücken zu oder, wenn ich nicht gehen kann weil ich z. B. stille, dann brülle ich auch schon mal. Das Brüllen finde ich zwar auch nicht toll aber Feli muss merken dass ich das ernst meine.

    • Frau Ährenwort 2. Juni 2012 um 11:01 #

      Irgendwie muss ich dann wohl doch mal lauter Brüllen, denn Emi hört mich manchmal gar nicht 🙂 Bohnen in den Ohren schätze ich.

  6. Sabrina (@Neujahrsgirl) 1. Juni 2012 um 14:08 #

    Also soll man einfach weiter diskutieren (wie ich diese Lösung hasse, ein kleinkind kann nicht diskutieren) und sich hauen lassen, nur weil man ja einen klaps nicht geben darf? GEWALT gegen Kinder ist per gesetz verboten, ja richtig, aber ein Klaps ist keine Gewalt. Ich klapse meine Mama auch auf den Po wenn sie sich bückt, oh wie böse -.- Mein Dad klapst meine Mutter, mein Freund gibt mir auch einen Klaps auf den Po. Oh und viele machen auch bei Geburtstag so viel „schläge“ wie das Kind geburtstag hat, ist sogar in manchen bräuchen ganz normal zum geburtstag + eins fürs neue lebensjahr.

    Also gewalt an kinder ist ein himmelweiter unterschied als einen klaps auf die Finger oder po wo eh das meiste von der pampers abgefangen wird. Die kinder brauchen auch mal einen schock moment aller: Huch was war das denn?

    Brüllen hilft hier überhaupt nichts. da wird einfach nur gelacht und weiter gemacht, erst letzten Sonntag war meine Brust rot gehauen weil ich ihn von meiner Tante weggeholt habe und wir zum auto mussten, da wurde ich regelrecht verprügelt von meinen Sohnemann weil er doch bitte weiter spielen wollte. Absetze wäre nur das was er wllte, nämlich schnell wieder weg zum spielen. und diskutieren hat auch nciht wirklich wasgebracht wennin kind wutbrant ist und sein recht will. endeffekt habe ich grob die handfestgehalten, aber dann kam die andere zum einsatz. toll wenn man mit der anderen das kind abe hält -.- sah toll aus.
    Da hilft nicht diskutieren. leider nicht.
    Hier daheim kommt er dann ins Zimmer türe zu und fertig. aber unterwegs kann ich ihn ja schwer einfach wo asetzen und gehen -.-
    Klaps ist ok, aber schlagen ist auch was anderes.

    • engelchenfiona 1. Juni 2012 um 14:16 #

      danke danke danke, gerade könnte ich vor dir auf die knie fallen

    • sternchenjg 1. Juni 2012 um 17:02 #

      Ich sag doch – Wespennest. Ich wollte schon immer mal verbal gesteinigt werden.

      Ich finde – und das ist meine ganz eigene persönliche Meinung – dass ein Klaps keine Lösung ist. Punkt. Und ich habe nicht darüber geredet zu diskutieren bis einem der Mund fusselig wird. Hier gibt es in dem Fall eine glasklare, sehr ernste Ansage und dann ist Ende der Diskussion. Ich bin bisher bei sämtlichen „Attacken“ meines Sohnes sehr gut ohne Klapse ausgekommen. Es ist halt einfach eine Frage der Einstellung. Dann klapst ihr halt Eure Kinder weiter, ich muss das dennoch nicht gut finden. Ich gehe meinen Weg, ihr Euren.

      Und hier ist für mich das Ende der Diskussion.

      • Frau Ährenwort 1. Juni 2012 um 20:17 #

        Ich will aber Diskutieren. Ich würde doch gerne wissen, wie Du das z.B. händelst, wenn er Dich z.B. haut. Drohst Du ihm eine Strafe an, z.B. keine Gute Nacht Geschichte, oder gibt es eine klare Ansage und es hört damit auf? Ich finde hauen ja auch blöd.

      • Janine 1. Juni 2012 um 21:13 #

        Wir hatten Phasen, da musste ich ihn festhalten, damit er nicht treten kann. Zum Glück bin ich recht groß und auch nicht so zerbrechlich, dass er mir dann etwas antun hätte können. Wir hatten Phasen, da hat er eine Auszeit auf der Treppe bekommen (ich saß ihm auf der Couch gegenüber, er war damit nicht allein) und sollte drüber nachdenken ob das gerade in Ordnung war. Wenn er verstanden hatte dass es so nicht geht, durfte er wieder aufstehen. Wir haben aktuell Phasen wo wir ihm als inzwischen 5-jährigem erklären, dass wir ihm doch auch nicht weh tun und uns das sehr traurig macht, wenn er uns weh tut. Wie er das denn fände wenn das einer mit ihm macht. Das wirkt sehr gut inzwischen, denn er möchte natürlich nicht, dass ihm einer weh tut und weiß genau, was er damit anrichtet. Da braucht man dann irgendwann auch nicht mehr mit Strafen drohen.

        Das mit dem Anbrüllen ist schon so wie Du das schreibst – je öfter desto mehr Gewöhnung und irgendwann nehmen sie einen nicht mehr ernst. Ich sage ja nicht, dass ich alles richtig mache, ich werde in meinen Augen viel zu oft laut, weil ich oft einfach fertig und überreizt und müde bin. Daran arbeite ich gerade ganz akut und lese daher Jesper Juul, der eben sagt dass BEziehung wichtig ist anstelle von ERziehung. Und den Ansatz dazu finde ich wirklich gut. Da ist auch nix von Antiautorität zu merken, denn er proklamiert schon, dass man allen zu Liebe auch klar NEIN sagen soll, wenn es für einen eben NEIN heißt (Buch: Nein aus Liebe). Und dass man authentisch sein soll, wenn einem etwas nicht passt, es eben sehr klar zum Ausdruck zu bringen. (Buch: Mein kompetentes Kind).

        Sie ist ein KLEINES Mädchen, das ausloten muss, wo liegen meine Grenzen, wo liegen die Grenzen der anderen. Es ist Deine Aufgabe ihr Deine Grenze zu zeigen. Und sie muss lernen mit Aggressionen umzugehen, zu toben, zu brüllen, zu zetern, vor irgendeine Wand zu treten, auf ein Kissen einzuhauen, ihrem Gefühl einfach Ausdruck zu verleihen – denn: Aggressionen hat jeder und sie nicht rauszulassen ist auch nicht gesund. Sie muss nur jetzt lernen, die Kurve zu bekommen, diese Aggressionen nicht gegen andere Personen zu richten.

        Ihr bekommt das hin, Emily ist ein sehr beeindruckendes, verständiges, tolles Mädchen. Dich habe ich immer als sehr einfühlsam empfunden. Ihr werdet diese Phase schon durchstehen, und dann vielleicht ratlos vor der nächsten stehen. Niemand hat gesagt, dass ein Kind groß zu ziehen einfach ist 😉

        Ich wünsch Euch nur das Beste.

  7. Sandra 1. Juni 2012 um 18:11 #

    Nunja, ich bin ja noch sehr jung und denke noch lange nicht an Kinder. Ich habe von meiner Mama einmal im Leben einen richtigen Klaps auf den Po bekommen, der auch etwas weh tat. Ich habe damals eine alte Glasschale kaputt gemacht, weil ich auf dem Schrank rumgeturnt bin. Meiner Mama ging es in erster Sicht nicht um diese blöde Vase, sondern darum dass ich es nie wieder mache. Ich war damals zwei oder drei Jahre alt. Ich bin erst weinend weggelaufen und kam nach wenigen Minuten voller Reue zurück und habe sie um Entschuldigung gebeten. (Brauchte ich eigentlich nicht, weil meine Mutter sich dafür schon selbst Ohrfeigen hätte wollen ;)) Mir hat dieser Klaps definitiv nicht geschadet. Ich kam auch nie wieder auf die Idee auf die Möbelwand zu klettern. 😉

    Sonst weiß ich noch, dass meine Mama meinem Bruder einen Klaps gegeben hat, weil er einfahc über die Straße gerannt ist, oder wenn wir im Supermarkt Terror gemacht haben. Laut ihr hat man dann gesehen „Wie der Teufel rausgerannt ist“ und alles war wieder gut.

    Ich verstehe was sternchenjg meint, wenn sie sagt dass man Gleiches nicht mit Gleichem bekämpfen soll. Aber da hier niemand von schlagen redet, finde ich einen Klaps auf Po oder Finger okay. Ich bin noch nie auf den Gedanken gekommen, dass meine Mutter gewaltsam uns gegenüber war. Es war tatsächlich nur um uns den Teufel auszutreiben. 😉

    Trotzdem kann jeder seine eigene Meinung dazu haben und diese auch umsetzen.

    • frauzeitlos 1. Juni 2012 um 19:09 #

      Ich finde, da ist aber in Unterschied zwischen einem Klaps im Affekt (Kind rennt auf die Straße) oder einem Klaps als fest eingeplante Erziehungsmaßnahme. Letzteres grenzt schon an ritualisierte gewalt und ist bestimmt nicht geeignet, um dem Kind klar zu machen, dass man Gewalt nicht duldet.

    • Frau Ährenwort 1. Juni 2012 um 20:19 #

      Ich rede hier auch ganz klar von einem Klapps auf die Finger oder den Po. Wir reden hier auch nicht von verprügeln, aber auch dabei habe ich kein gutes Gefühl. Ich würde es gerne ohne diesen Weg schaffen,

      • frauzeitlos 2. Juni 2012 um 22:42 #

        Ich finde einen Klaps auch nicht schlimm, wenn es tatsächlich im Affekt passiert. Ehrlich: Manchmal wird man zur Weißglut getrieben. Auch wenn das MiniMi noch so klein ist und noch nichts anstellen kann, habe ich das in der Tat schon bei einem anderen Kind aus der Verwandtschaft erlebt, auf das ich – unfreiwillig, weils den Eltern egal war, was passierte – aufpassen musste und das in die Kategorie „Waffenscheinpflichtig“ fiel. Da gab es tatsächlich einmal einen leichten Klaps auf den Windelpopo. Das war ein zweijähriges Kind, bei dem zuhause immer nur diskutiert wurde, aber es nie Konsequenzen bei Fehlverhalten gab. In diesem Fall: Dreimal hintereinander Richtung Straße wegrennen (Komplizierte Hoftorsituation…). Beim dritten Mal ist mir so dermaßen die Hutschnur geplatzt, als ich auf mein Schimpfen ein gegrinstes „Du doof“ erntete. Hat ihr nicht weh getan, mir aber einen respektvollen Blick eingehandelt – und ein Kind, dass den ganzen Tag nicht mehr versucht hat abzuhauen.
        Der Klaps hatte aber vorallem Wirkung, weil sie das nicht kannte. Ich nehme schwer an, dass sich das beim Einsatz als „regelmäßige Erziehungsmaßnahme“ abnutzt.

  8. Knoetchen 1. Juni 2012 um 19:50 #

    Ich bin ja grundsätzlich auch ein Freund vom ausgiebigen Diskutieren – notfalls auch mit Kleinkindern.

    Frau Aehrenwort, du sagst, sie lacht, wenn du sie schimpfst. Warum lacht sie? Findet sie es witzig? Ist es eher ein Verlegenheitslachen? Oder ganz was anderes?
    Wenn du die Antwort auf die Frage findest (eigene Gefühle dabei ausblenden, versuche, das Ganze neutral zu betrachten), dann weißt du auch, wie du reagieren musst, wenn es das nächste Mal passiert.

    Ok, 5 Cent für die Kaffeekasse von mir, mein Kind ist ein Jahr jünger und hat diese Anwandlungen noch nicht. Ich gebe nur Theorie wieder 😉

    • Frau Ährenwort 1. Juni 2012 um 20:36 #

      Es ist auf jeden Fall kein Verlegenheitslachen. Eher so, mach doch, traust Du Dich eh nicht. Sie ist gerade sehr frech und ich bin schon meistens sehr sauer auf sie, aber beherrsche mich gewaltig, dass ich sie nicht anbrülle, denn dass ständige Brüllen führt ja auch nur dazu, dass sie das irgendwann als normal empfinden. Püh ist nicht einfach Kinder richtig zu erziehen.

      • Knoetchen 2. Juni 2012 um 19:08 #

        Mach doch, traust dich eh nicht?
        Drohst du mit Strafen und setzt die dann nicht um? Oder wie kommt das?

      • frauaehrenwort 2. Juni 2012 um 20:14 #

        Ja ich glaube ich habe echt zu viel gedroht und nichts umgesetzt. Bin ich wohl selber schuld.

      • Knoetchen 3. Juni 2012 um 12:21 #

        Ich würde da nicht von Schuld sprechen. Das ist kontraproduktiv.
        Du bist, wie du eben bist und Emi ist ein kluges Köpfchen, die erkannt hat, was geht und es geschickt ausnutzt.

        Aber wenn du weißt, dass du in der Vergangenheit zu viel gedroht und zu wenig umgesetzt hast, ist doch JETZT der Zeitpunkt, um das zu ändern. Also „konsequent sein“, wie es so schön heißt. Regeln klar ansagen, Strafen umsetzen.

        Wer haut, der darf X,Y,Z nicht machen. Egal wie sehr er danach heult.

        Ich würde aber zum Beispiel nicht bei der Gute-Nacht-Geschichte ansetzen. Es ist für mich persönlich wichtig, dass das Schlafen und ins Bett gehen grundsätzlich positiv besetzt ist und nicht als Strafe empfunden wird. (und weil ich keine Lust hätte, abends meine schöne Freizeit mit wegen Geschichten-Entzug heulendem Kind zu verbringen – Egotrip ;- ). Abends ist auch immer die zeit der Versöhnung und des Kuschelns, egal was vorher war. Aber vermutlich kann man auch darüber unterschiedlicher Meinung sein.

  9. frauagi 1. Juni 2012 um 22:28 #

    ich halte sie fest, wenn sie sowas macht. (wenn ich kann und nicht gerade stille.) so lange bis sie sich beruhigt. aber das ist auch nicht ganz sauber.

  10. die_schottin 1. Juni 2012 um 22:41 #

    Uaaaahhh, schon wieder so eine Diskussion. Ich sehe es so wie sternchenjg. Übrigens, antiautoritäre Erziehung hat nichts mit dem schlechten benehmen der Kinder zu tun. Das was Du meinst ist Laissez Faire, Frau Ährenwort. Antiautoritär heißt nicht, dass es keine Regeln gibt. Da ist ein himmelweiter Unterschied. Ich bin selber antiautoritär erzogen und gebe diese Erziehung auch an Colin so weiter. Ganz ohne jeglichen Klaps. Es funktioniert, man muss eben nur sehr sehr geduldig sein. Und ja, auch er haut mich ab und an und hört manchmal überhaupt nicht. Ich versuche ihn dann anzulenken oder je nachdem wenn die Situation es zulässt, ignoriere ich sein Handeln und gebe ihm keine Bühne. Nerven muss man dabei haben. Aber jeder muss seinen eigenen Weg finden.

    • Frau Ährenwort 1. Juni 2012 um 23:22 #

      Nur dass wir uns richtig verstehen. Antiautoritär ist für mich, wenn es gar keine Verbote und Regeln gibt. Das hat für mich nix mit hauen zu tun. Mein Cousin hat seine Kinder so erzogen, keine Regeln, kein hauen, keine Verbote. Die Kinder sind völlig aus dem Ruder gelaufen und sind sehr aggressiv. Der Junge hat meinem Cousin den Arm gebrochen bei Schlittschuhlaufen (ist ihm in die Beine gegrätscht) und beim Auto fahren hat er ihm mal gerade ins Lenkrad gegriffen. Der Junge ist übrigens schon 15. Tolle Sache das.

      • die_schottin 5. Juni 2012 um 10:39 #

        Antiautoritär ist das aber eben nicht. Keine Regeln bedeutet: Laissez-faire. Ich bin antiautoritär erzogen worden, mit Regeln und Gerüst. Und ich kenne kein Kind, was mit antiautoritärer Erziehung so wird. Ihr wisst alle nicht welche Vokabeln Ihr benutzt, es gibt da einen großen Unterschied in den Erziehungsmethoden von Laissez-faire und antiautoritär. Man man man. Und ja, laissez-faire Erziehung ist furchtbar, keine Frage. Aber bitte lest dazu mal was in der Fachliteratur bevor Ihr hier die antiautoritäre Erziehung durch den Dreck zieht.

  11. Blogolade 2. Juni 2012 um 09:37 #

    Ich hab ja hier auch so einen Prügelknaben und zurückhauen (Klaps auf die Finger) bewirkt genau eins: dass er noch aggressiver wird und meint, dass Hauen ok ist. Kinder unterscheiden nicht zwischen prügeln und einem Klaps. Dieser Klaps, der ja so harmlos klingt, ist für uns Erwachsene nur eine Entschuldigung, Gewalt anzuwenden. „ist ja nur ein Klaps“ aber in Wirklichkeit ist es Hauen genau wie alles andere auch, nur dass es weniger sichtbare Spuren hinterlässt. Psychische aber sicherlich trotzdem.
    Da wir keineTreppe in der Wohnung haben, reagiere ich bei Hauen jedesmal gleich: Streithähne trennen und den Prügelknaben in sein Zimmer. 2-3 Minuten Auszeit reichen bei ihm noch vollkommen.
    Ich hab von meiner Mutter auch einiges eingesteckt früher, aber Respekt hatte ich dadurch nicht mehr. Sie schlug zu oft zu, es half vielleicht ihr als Ventil aber sonst nix. Das einzige was es brachte war Hass. Ich war jahrelang der festen Ansicht, adoptiert zu sein. Einmal, ein einziges Mal gabs von Papa eine Ohrfeige und die hat tiefen Eindruck hinterlassen. 2 Wochen lang war ich das liebste Kind auf der Erde 😉

    Diese Aggressionen die du schilderst, klingen mir nach Eifersucht. Sie versucht die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Auch negative Aufmerksamkeit (=Ärger) ist Aufmerksamkeit also aus Kindersicht besser als nix. Damit will ich nicht sagen, dass Emily sonst keine Aufmerksamkeit bekommt sondern, dass sie altersentsprechend sich neu in ihre Rolle finden muss: Sie hat eine kleine Schwester, die gefühlt viiiiieeeeel mehr Aufmerksamkeit bekommt und sie selbst ist in einem Alter wo sie lernen kann und muss, sich ein bisschen selbst zu beschäftigen.
    Sie ist auch in einem Alter, wo sie versteht was du sagst. Rede mit ihr, beschäftige dich mit ihr. In dem Moment wo sie aggressiv ist, wirst du nicht zu ihr vordringen können. Da tuts eher ein klares „Nein“ und eine kleine Auszeit auf der Stillen Treppe oder sonstwo und kurze Zeit später, wenn sie wieder „ansprechbar“ ist, rede mit ihr ganz in Ruhe darüber.
    Vielleicht hilft es auch, wenn du ihr eine Wutpuppe machst/schenkst? Ein Stofftier, an dem sie ganz gezielt ihren Frust auslassen kann, was sie werfen, beißen, treten, schlagen darf soviel sie will.

    Und doch, das ist eine Art Verlegenheitslachen. Die Kinder lachen in dem Moment (unbewusst, das ist ein Reflex aus Urzeiten) damit du nicht so schimpfst, nicht so böse wirst.

    Ups, das ist jetzt arg viel geworden aber vielleicht hilft es euch ja irgendwie ein bisschen weiter. Die Eifersuchtsphase mit hauen hatten wir hier nach der Ankunft des kleinen Bruders übrigens auch, bei uns war sie nach 6 Wochen wieder vorbei. 🙂

  12. Stephan 2. Juni 2012 um 11:58 #

    Also die „Weichspüler-Nummer“ kann man mal gleich in der Schublade lassen, denn dann lacht das Kind noch mehr. Wenn reden unzwar mit ernstem Gesicht ein paar ernste Worte sagen auch nicht hilft, dann glaube ich muss man auch beim Kleinkind mit Sanktionen arbeiten. Schläge glaube ich bringt nichts.
    Was auch ab und zu was bringt ist das Ignorieren der Tat. Ohne Zuschauer machte es auch den Kleinen kein Spaß!

  13. tekelek 2. Juni 2012 um 21:00 #

    Klapsen ist so ziemlich das Dümmste, was man in der Kindererziehung machen kann. Ob es nun wehtut oder nicht, ob man es als Schläge definiert oder nicht, was soll es denn bitte bringen ? Was soll das Kind daraus lernen ? Wenn ich nicht weiter weiß, haue ich einfach mal auf die Finger/den Po ? Lernt ein Kind, das Schlagen oder Klapsen unangemessen ist, wenn es als Antwort geschlagen oder geklapst wird ? Ich kann da wirklich nur den Kopf schütteln. Und ich habe noch sehr frisch ein Gespräch mit der Cousine meines Mannes im Kopf, die zwei Kinder im gleichen Alter hat, und meinte, ein Klaps auf die Finger würde schon langsam nicht mehr reichen bei ihrem Sohn, der würde nur grinsen, und sie könne ihn wahrscheinlich grün und blau schlagen, und er würde immer noch grinsen. Ich dachte nur „Bitte ???“, hielt mich aber zurück in der Diskussion …
    Dieses Grinsen im Kleinkindalter deutet auf Unsicherheit und oft auch Verzweiflung hin und hat nichts mit Auslachen zu tun. Affen machen es genauso, sie blecken die Zähne und „grinsen“, als Unterwerfungsgeste.
    Ich habe drei Kinder. Und keines wurde je geklapst oder geschlagen. Wie das funktioniert ? Mit Geduld und viel Liebe. Am schlimmsten war es bei unserem Mittelkind. Er hatte sehr lange diese Hauphase, ungefähr bis zum fünften Geburtstag. Ich habe ihm immer und immer wieder in bestimmtem Ton erklärt, daß ich nicht möchte, daß er haut. Wenn er nicht aufhörte, hielt ich ihn fest und teilte ihm mit, daß ich ihn erst wieder loslasse, wenn er nicht mehr haut. Außerdem habe ich nachgeforscht, warum er überhaupt schlägt. Bis zum zweiten Geburtstag ist das Hauen sowieso normal, alle Kinder probieren das aus, sie müssen erst lernen, daß es unerwünscht ist und weh tut. Daß diese Phase bei ihm länger dauerte liegt denke ich vor allem daran, daß wir kurz nach dem zweiten Geburtstag umzogen, mit 3 kam er dann in den Kiga und wurde dort ziemlich gehänselt, weil er der Kleinste und Jüngste war. Er ist sehr sensibel und stand den Hänseleien total hilflos gegenüber, zu Hause gipfelte das eben in körperlicher Aggression.
    Kurz nach dem vierten Geburtstag kam sein kleiner Bruder auf die Welt, wir bauten unser Haus und zogen um, fremde Umgebung, neuer Kindergarten, wieder Hilflosigkeit.
    In den allermeisten Fällen steckt tatsächlich Hilflosigkeit und Verzweiflung hinter dem Schlagen, ob es nun Eifersucht ist (und das ist ja bei Euch sehr aktuell), Betteln um Aufmerksamkeit oder große Veränderungen.
    Meine Erstgeborene tut mir immer noch leid. Als der kleine Bruder auf die Welt kam, hat sie sich ähnlich wie Emi verhalten, war aggressiv, völlig von der Rolle und hörte auf nichts. Ich war damals oft ungerecht, schimpfte mit ihr oder drohte völlig unlogische Konsequenzen an, eigentlich hätte sie aber eine liebe- und verständnisvolle Mutter gebraucht. Ich habe mich nach Jahren bei ihr entschuldigt und jetzt beim dritten Kind wusste ich auch, wie ich mit dem frischgebackenen Mittelkind umgehen musste.
    Fazit: Schläge, Klapse und Co. sind für die Tonne. Klar und deutlich sagen, daß Hauen wehtut und das keiner gerne mag, gegebenenfalls das Kind mit Festhalten daran hindern und herausfinden, warum es eigentlich haut, es gibt immer einen Grund. Ansonsten ruhig bleiben, solche Phasen kommen und gehen, und deuten in keinster Weise auf einen schlechten Charakter oder eine schiefgelaufene Erziehung hin.
    Alles Gute und hab Mitleid mit Deiner Tochter. Sie ist wirklich noch sehr klein und kann ihren Frust oder ihre Wut noch nur körperlich ausagieren.
    Liebe Grüße,

    Katrin

    • frauaehrenwort 3. Juni 2012 um 11:10 #

      Wir bemühen uns ja auch sehr liebevoll mit ihr umzugehen. Sie wird vonn allen gehegt und gehätschelt. Und das von Geburt an. Vielleicht war das auch zu viel. Ich weiß es nicht, aber wir reden viel mit ihr. Erklären viel (hab schon Fransen am Mund), aber wenn gar nichts mehr hilft, dann erheben wir im Moment die Stimme und brüllen auch schon mal. Das endet dann darin, dass sie heult und hysterisch wird. Vom Hauen halte ich ja auch nicht viel, aber manchmal fehlt echt nicht viel und ich muss mich richtig beherrschen. Meistens packe ich sie nur am Arm und zwinge sie mir ins Gesicht zu schauen und erkläre ihr, dass das was sie gerade gemacht hat gar nicht geht und ich das nicht dulde. Eben war sie auch wieder so frech und schrie mich an und als ich sah, dass die Aggressionen überhand nahmen, drohte ich ihr mit Gutenachtgeschichtenentzug und dann trat sie gegen den Schrank, weil sie wohl merkte, dass sie mich nicht hauen darf. OK, ist schon mal ein Fortschritt, sie haut leblose Sachen und kneift sich auch schon mal selber, aber ich möchte ja erst gar nicht, dass sie so verzweifelt wird. Sie soll ihre Gefühle ausleben und nicht unterdrücke, aber diese Aggressionen tun mir irgendwie leid, gehören aber wohl zur Entwicklung. Also werden wir weiter viel reden und erklären und wenn es mal sein muss sie auf die Treppe setzen. Dass ich weggehe, geht gar nicht, dann bekommt sie wieder massive Verlustängste (Heckenbrand) und schreit sich die Lunge aus dem Hals. Ich muss also in direkter Nähe bleiben, denn schlimmer wil ich das ja auch nicht machen.

      Geduld ist das Zauberwort, aber damit bin ich leider nicht gerade gesegnet. 😦 Aber auch wir lernen ja immer weiter dazu.

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