Stillschwierigkeiten

22 Mai

Ich habe mal wieder das Problem, dass ich zu viel Milch habe. Dabei trinke ich noch nicht mal Stilltee oder sowas, aber trotzdem habe ich so viel Milch, dass ich auch ohne Probleme noch ein zweites Kind satt kriegen würde.

Alles fing am Freitag an. Ich war in der Arbeit und Laura bekam bei meiner Mutter Muttermilch aus der Flasche. Als ich dann nach etwa drei Stunden wieder zu Hause war, da waren meine Brü.ste auch schon ziemlich voll und mit Verlaub, dass sind schon richtige Euter. Ich finde es eigentlich auch nicht mehr schön. Es passt auch irgendwie nicht zu meiner Figur. Ich muss aufpassen, dass mir das Gewicht nicht noch mehr den Rücken ruiniert. Also am Freitag kam ich dann schon ziemlich voll nach Hause und ich wollte gleich das Baby anlegen, damit ich keinen Milchstau bekomme, aber Laure schrie die Brust nach kurzer Zeit nur noch an. Vor allem rechts war es schlimm, da wollte sie gar nicht trinken. Sie bog sich nach hinten durch und schrie wie am Spieß. Das Ganze wiederholte sich ein paar mal am Wochenende und gestern Abend war es dann ganz schlimm. Sie schlief sogar ein ohne die rechte Brust zu trinken. Sie trank also nur eine Seite um 21 Uhr und schlief dann bis vier Uhr. Da waren dann beide Seiten wieder richtig voll und sie schrie wieder nur wie am Spieß. Ich dachte schon, dass sie vielleicht Schmerzen hat, wenn sie auf der linken Seite liegt. Also rief ich die Hebamme an und bat um Rückruf. Diese rief dann auch heute Morgen zurück und ich schilderte ihr das Problem. Sie war der Meinung, dass ich einfach zu viel Milch hätte und, dass ich vor dem Anlegen abpumpen soll. Parallel hatte ich aber auch schon ein Termin bei der Kinderärztin gemacht, damit wir keine Blockade oder ähnliches übersehen und das Kind einfach vor Schmerzen schreit. Die Ärztin untersuchte Laura sehr gründlich. Bog sie durch, drehte den Kopf und Laura schlief die ganze Zeit dabei! Gefunden hat sich nichts. Sie meinte zwar, das Laura eine bevorzugte Kopfhaltung habe, diese aber zu keiner Verspannung führe. Also tippte sie auch auf zu viel Milch.

Zu Hause angekommen pumpte ich die „böse“ Seite ab und erleichterte die Brust um 70 ml und legte Laura dann an und siehe da, es funktionierte. Ich hatte einfach zu viel Milch 🙂 Kinder in dem Alter trinken pro Mahlzeit um die 100 ml Milch, also kann man sich vielleicht vorstellen, wie groß meine Brust jetzt schon ist und die Menge steigert sich ja noch. Ohje.

Übrigens, als ich im Wartezimmer für Babys saß kam ein junger Vater an der Tür vorbei. Der guckte mich entgeistert an und fragte dann wie alt Laura sei. Ich antwortete, dass sie zwei Monate sei und ihm fielen die Augen aus dem Kopf. Er konnte nicht glauben wie groß sie ist und wie viele Haare Laura hat 🙂 Die Ärztin wuschelte nach der Untersuchung auch nur noch in Lauras Haaren herum und meinte auch, dass sie schon wie ein vier Monate altes Baby aussieht. Also habe ich wieder so einen kleinen süßen schweren Brocken, wir Emily damals. Die Hoffnung auf ein „normal“ großes Baby, welches ich auch mal ohne Probleme länger tragen kann, habe ich dann übrigens endgültig begraben.

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5 Antworten to “Stillschwierigkeiten”

  1. evizentrum 22. Mai 2012 um 23:09 #

    NICHT abpumpen, ausstreichen!!!! Sonst regt das die Produktion an. Ich hatte kurz nach Milcheinschuss zuviel Milch und musste daher vor dem Stillen auch immer ein bisschen ausstreichen, weil das sonst Aurelia so blöd in den Rachen gespritzt ist, dass sie sich direkt verschluckte und natürlich auch brüllte. Das winzige Kind kam mit dem riesigen Körperteil auch gar nicht klar (Mund zu klein…). Mit der Ausstreich-Methode war das nach ein paar Tagen erledigt

    • frauaehrenwort 22. Mai 2012 um 23:48 #

      Ich kann nur leider nicht ausstreichen, da ich so viele Zysten in der Brust habe und das tut dann sau weh. Die Hebamme ist auch für Abpumpen, weil ich dann auch was für die Zeit habe, wenn ich in der Arbeit bin.

  2. bauchundnase 23. Mai 2012 um 07:05 #

    Pumpen ist wirklich heikel, weil es die Milchproduktion nur zusätzlich anregt. Bei zu viel Milch bin ich ganz davon abgekommen, sonst ist es irgendwann nur noch ein Melken.
    Eine Idee, wie ich es die meisten meiner Frauen bei zu viel Milch praktizieren lasse:
    Wenn die eine Seite getrunken wird, die andere Seite laufen lassen. Also auf, Handtuch drunter und laufen lassen. Dann ist schon mal der größte Druck weg. Hinterher kühlen und schluckweise Salbeiblättertee trinken um die Milchproduktion etwas zu drosseln. Wirklich vorsichtig mit dem Tee. Der wirkt gut abstillend! Aber bei zu viel Milch ist es einen Versuch wert.
    Ich habe mit beidem gute Erfahrungen gemacht.
    Kühlen, Brust etwas straffer hoch binden, Pfefferminztee … das könntest du sowieso machen.

    • frauaehrenwort 23. Mai 2012 um 09:44 #

      Pumpen muss ich ja sowieso weil ich arbeiten muss. Und ich pumpe ja nur an und nicht leer. Aber pfefferminz probiere ich aus.

  3. Blogolade 25. Mai 2012 um 09:44 #

    Die üblichen Verdächtigen wie, zu jeder Mahlzeit nur eine Seite anbieten und die nächste Seite bei der nächsten Mahlzeit, machst du vermutlich schon, oder?

    Bei Salbei-( und Pfefferminz-)tee ist die Menge wichtig. Solange du weiterhin normal stillst, wirkt der nicht abstillend, keine Sorge 🙂 Wichtig ist, dass du nur 1-2 Tassen machst und diese dann über den ganzen Tag verteilst trinkst. Also zB jede Stunde nur einen Schluck. Viel hilft in diesem Fall nicht viel! Zuviel Tee (=Flüssigkeit) regt die Produktion wieder an und kann im Gegenzug schmerzen machen weil Salbeitee gefäßverengend wirkt.
    Ich musste das die gesamte Stillzeit machen, aber so hatte ich wenigstens keine Probleme mit Milchstau und Entzündungen mehr. Welche Menge für dich richtig ist, musst du ausprobieren, fang mit wenig an, eine Tasse und wenn das nicht reicht, mach die Tasse größer. Ich hab dafür einen Thermobecher genommen, dann wars nicht so schnell eisekalt 😉 aber ich hatte auch ein Winterkind. Jetzt im Sommer wäre die Eisteevariante vermutlich angenehmer. Mein Thermobecher stand auch am Bett, damit ich auch nachts einen Schluck trinken konnte wenn ich wach wurde.

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